Wie verschafft man sich einen Überblick und ein erstes Verständnis darüber, was geistlicher Missbrauch ist?
Vorschlag: Wählen Sie die Menüpunkte (s. links) in dieser Reihenfolge an:
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- Definitionen
- Intro
- Bibelstellen
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| 21.4.2008 Es klang schon an, dass wir vom persönlichen Engagement zurücktreten. Der Internetauftritt soll in rein lesbarer Form weiterbestehen. Wir planen, dass wir alles noch einmal durchsehen, etwas neu ordnen, und an den eigenen Texten etwas herum feilen. Das Projekt, Mitchristen über geistlichen Missbrauch zu informieren, und ihnen eine Zeit lang beizustehen, war für mich der kreative und oft sehr angenehme, weil menschliche Teil. Die Materie ist in sich schon so beschaffen, dass sie ernst, traurig und abstoßend ist. Sie bringt Streit, Widerspruch, Ablehnung und Verfolgung mit sich. Der Beginn meiner eigenen negativen Erfahrungen liegt nun über 14 Jahre zurück. Als ehemals selbst Opfer habe ich hier aus tiefer Überzeugung gearbeitet, und nicht etwa, weil es ein »Gott spricht« oder ein gabenbasiertes Wort der Weissagung gegeben hätte. Ganz anders, es entstand damals in dunkler Stunde in tiefem Leid zusammen mit einem Freund. Vielleicht waren wir (eingeschlossen sind alle, die mitgearbeitet haben, zuletzt seit 2005 Grit) auf den Leib Jesu bezogen so etwas gewesen wie ein Leberlappen, der Gifte aus dem Nahrungsbrei aufsaugt und abspaltet. Es waren natürlich auch Fehler in Kauf zu nehmen, und das ist alle Male besser, als nichts zu tun. Wo wir diese gemacht haben, das muss sich in Zukunft zeigen; und zwar konkret. Wir werden dann dafür geradestehen. Wenn beispielsweise klar würde, dass wir einen Leiter zu Unrecht als Täter des geistlichen Missbrauchs bezichtigt haben, werden wir bei dieser Person persönlich Vergebung suchen und dieselbe Stelle nämlich die Internetseite cleansed.de nutzen, um die Ehre und das Wohlwollen gegenüber dieser Person öffentlich in aller gebotenen Form wiederherzustellen. (Das vorliegende Material und die jeweiligen Zeugen lassen uns jedoch vermuten, dass dieser Fall wahrscheinlich nicht eintreten wird.) Auch werden wir, sollten noch große Veränderungen (Umkehr von Leitern z.B.) kommen, die jeweiligen Berichte oder Dialoge entsprechend ergänzen. Wie es uns erging? Wir gestehen uns selbst zu, emotional gewesen zu sein. Und wir freuen uns darüber, dass Herzblut im Spiel war. Dadurch konnten wir so sein, wie wir sind und auch eigene Verarbeitungs- und Heilungsprozesse mitlaufen lassen. Wir haben Ängste ausgestanden und nicht immer gewusst, wohin das alles führen würde. Es kam Gott sei Dank nie so ganz schlimm, wie wir uns das manchmal ausmalten. Wenn es aber düster aussah, wurden wir durch aufbauende Zuschriften und durch neue Herausforderungen abgelenkt und wieder nach vorne gebracht. Als wir damals Bobs Zeugnis übersetzten, weinten wir lang und sehr. Nie zuvor war uns der Kontrast zwischen dem leuchtenden Evangelium einerseits und der Finsternis und schreienden Not durch geistlichen Missbrauch anderseits heller und klarer sichtbar als zu jener Zeit. Die Seite cleansed hätte nie Bestand finden können, wenn nicht Ihr, die Betroffenen, den Mut gefunden hättet, uns zu kontakten und Eure Geschichten zu erzählen. Ich bedanke mich für Euren großen Vorschuss an Vertrauen. Manchmal habt ihr ganz arglos von vornherein Eure Adressen und Telefonnummern mitgeschickt und uns gezeigt, dass Ihr keine Angst habt. Oder Ihr habt schon mit erster Mail Eure Situation geschildert. Danke dafür! Ich selbst habe auf dem Weg der Heilung gute Fortschritte machen dürfen. Meine Beziehung zum Vater und zum Sohn Jesus ist belebend und wohltuend wie früher. Ich habe Frieden mit Gott. Es hat sich etwas getan in den letzten Jahren. Es erschienen neue Bücher und es gründeten sich neue Seiten zum Thema. Die öffentliche Diskussion findet allenthalben statt. Insofern bin ich zuversichtlich, dass die Intentionen, wie sie auf der Startseite und im Intro stehen, auf dem Wege der Verwirklichung sind. Es darf halt nicht wieder ruhig werden. Mögen sich immer neu und mehr Menschen finden, die sich des Themas und der Betroffenen annehmen. Euer Jörg |